In Papenhausen entstand für eine wachsende Alpakazucht ein neuer Stall, der neben der tiergerechten Haltung auch Besucher- und Seminarnutzungen sowie einen Verkaufsraum integriert. Der Baukörper orientiert sich an ortstypischen Scheunen und fügt sich in die Senke neben das bestehende Hofensemble ein.
Ein Holzstabwerk mit asymmetrischen Traufhöhen ersetzt die klassische Sturmbinderkonstruktion und ermöglicht auf der talseitigen Südtraufe ein großes automatisiertes Rolltor für den Weidezugang. Separate Treibgänge führen die Tiere zu den jeweiligen Flächen. Das Stützenraster gliedert den Stall in Bereiche für Hengste, Stuten, Quarantäne und flexibel anpassbare Fohlenzonen. An der Nordtraufe liegen Miste und ein Weideunterstand.
Prägend ist der durchgehende „Skywalk“, ein erhöhter Besuchergang vom West- zum Ostgiebel, der Einblicke in den Stall erlaubt, ohne die Tiere zu stören. Darunter verläuft die zentrale Stallgasse. Im Erdgeschoss befinden sich Technik, Lager, Sanitärbereiche und der Verkaufsraum; im Obergeschoss ergänzen Skywalk und ein verglaster Tagungsraum das Programm.
Das Tragwerkskonzept ist reversibel und erlaubt theoretisch eine Versetzung oder Verlängerung des Gebäudes. Die natürliche Belüftung erfolgt über eine auf Lücke montierte Lärchenschalung, ein großes Nord-Lichtband sowie Lüftungsöffnungen, die einen Kamineffekt erzeugen. Große Öffnungen an der Südtraufe und steuerbare Öffnungen an den Giebelseiten unterstützen die Querlüftung. Die südliche Dachfläche trägt eine Photovoltaikanlage zur Versorgung des Hofes.




































